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Wie kann ich Geld verdienen mit Musik?

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Lange Zeit waren Labels die einzige Möglichkeit mit seiner Musik Geld zu verdienen. Die Labels beziehungsweise die Musikvertriebe hatten die nötigen Kontakte und vor allem das Geld, um die Produktionen eines Künstlers zu bewerben und natürlich als haptischen Tonträger (Vinyl, CD, etc.) zu pressen und unter die Leute zu bringen. In der Regel beschäftigen große Labels einen oder mehrere A&R-Manager (Artist and Repertoire) die dafür zuständig sind, frische Künstler für das Label ausfindig zu machen. Entspricht der Künstler den Vorstellungen eines Labels, wird er unter Vertrag genommen (gesignt). Damit steht der fertige Tonträger aber noch lange nicht im Laden und wird verkauft. Zuvor muss das Label in Vorkasse treten und das bezieht sich nicht nur auf Geld, sondern auch auf Zeit. Das Material muss gegebenenfalls noch mal neu im Studio aufgenommen werden und auf Tonträger gepresst werden. Der Künstler und sein Tonträger muss beworben werden, wie z.B. durch das Versenden von Pressematerial und der Werbung in Zeitschriften, Radio, TV und dem Web. Hinzu kommt die Organisation von Presse- und Tourterminen oder des Merchandising. Das Label erhofft sich natürlich davon, langfristig mit dem Künstler viel Geld zu verdienen. Durch den Boom des Audioformates MP3 und der sozialen Netzwerke im Web, eröffneten sich auf einmal für noch unbekannte Künstler neue Möglichkeiten. Sie konnten ihre Werke nicht nur selbst bewerben, sondern auch noch digital über die eigene Website oder Netlabels weltweit vertreiben. Nach wie vor sollte man die Unterstützung, Arbeit und vor allem Vertriebswege eines Labels nicht unterschätzen. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten etwas Geld nebenbei zu verdienen, sich in Eigenregie zu pushen, seinen Marktwert zu erhöhen und somit auch für Interesse bei großen Labels zu sorgen.

Möglichkeiten im Web

Für viele Musikproduzenten gibt es sicherlich nichts Schöneres als ihr Werk als Vinyl oder CD in den Händen zu halten. Da ein Neueinsteiger aber nur in sehr seltenen Fällen das nötige Geld für einen entsprechenden Auftrag hat, spricht auch nichts dagegen seine Produktionen erst mal digital zu vertreiben. Gängiges Audioformat ist dabei MP3 (mit 192 kbps oder höher). In letzter Zeit gibt es auch immer häufiger Künstler, die ihre Files zusätzlich noch als FLAC (Free Lossless Audio Codec) im Web anbieten. Aufgrund der verlustfreien Kompression bietet FLAC eine deutlich bessere Hörqualität als MP3. Dafür wird jedoch auch wesentlich mehr Speicherplatz und Zeit für die Übertragung über das Web benötigt. Als Plattform für den Verkauf bieten sich als erstes deine eigene Website an. Du kannst beispielsweise einen Link zur Audiodatei nach Zahlung eines Users versenden oder einen bezahlten Zugang zu einem Web-Archiv anbieten, wo du eine komplette Sammlung deiner Produktionen zur Verfügung stellst. Ebenso gibt es auch viele Künstler die ihre Werke gegen eine kleine Spende anbieten. In der Regel wird diese Spende über einen sogenannten Donate-Button auf der Website umgesetzt. Meist sind es noch unbekannte Künstler die diese Funktion anbieten, um gleichzeitig noch etwas Werbung für sich zu machen und sich eine Fanbase aufzubauen. Weitere Plattformen sind Netlabels oder Betreiber großer Musikdatenbanken, die den Verkauf für dich abwickeln. Dafür musst du zwar einen gewissen Teil deines Gewinns als Provision abtreten, erreichst aber auch einen wesentlich größeren Anteil an Usern im Netz.

Möglichkeiten außerhalb des Webs

Fast jeder Künstler geht vor, während und nach dem Release seines Albums auf Tour oder spielt zumindest einige Auftritte. Abgesehen von den zusätzlichen finanziellen Einnahmen, ist es auch eine gute Möglichkeit sich selber zu promoten und den Verkauf des Albums anzukurbeln. Warum versuchst du dich nicht als dein eigener Tourmanager? Erkundige dich bei Bars oder Clubs in deiner Region, ob dort die Möglichkeit besteht live aufzutreten. Viele Clubbesitzer bieten sogar in regelmäßigen Abständen Newcomer-Abende an. Ebenso spricht nichts gegen Auftritte auf Schulfesten oder in Jugendzentren, da es für dich kostenlose Werbung ist und du dir sogar noch etwas dazu verdienen kannst. Solltest du noch nicht genug Material für einen Live-Auftritt haben, gibt es noch jede Menge Alternativen, um bis zum großen Erfolg als Produzent etwas Geld zu verdienen. Viele Musikproduzenten verdienen ihr Geld ausschließlich damit für diverse Medien Musik zu produzieren. Beispiele hierfür wären Film- und Fernsehmusik, Radiojingles oder die Musikproduktion für die Werbung. Wenn du dein Handwerk gut beherrscht, kannst du vielleicht auch Musik- oder Gesangsunterricht geben bzw. Material für Musikschulen vorbereiten und bereitstellen.

Zusammenarbeit mit anderen Künstlern

Pflege deine Kontakte zu anderen Musikern und erkundige dich, ob eventuell die Möglichkeit der Zusammenarbeit besteht. Vielleicht produzierst du nicht nur gerne Musik, sondern schreibst auch noch tolle Songtexte und kannst für andere Musiker und Bands das Songwriting übernehmen. Produziere Remixe für andere Künstler oder biete anderen Künstlern deine Stücke für einen Remix an. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, kannst du nicht nur Geld verdienen, sondern auch deine Reichweite (Fanbase) weiter ausbauen.

Latest Producing News

  • APC 20: Akai stellt neuen Ableton Live Controller vor Nach dem Erfolg mit der APC 40 bringt Akai nun einen neuen Controller auf den Markt. Der APC 20 übernimmt jedoch nicht nur die Rolle des kleinen Bruders, sondern überzeugt mit guten Features. Der APC 20 erinnert vom Aussehen stark an seinen Vorgänger, lediglich auf den rechten Bereich mit den Drehreglern muss man verzichten. Dafür kostet das Gerät mit 199,- Euro nur die Hälfte der APC 40. Die Matrix besteht aus 40 Clips und kann beliebig gescrollt oder verschoben werden, so dass man auf eine endlose Zahl an Zellen Zugriff hat. In der unteren Hälfte des Gerätes befinden sich zur Steuerung die Navigations-Buttons, Buttons für Record/Arm, Solo/Cue, etc. und natürlich neun Fader (incl. Master). Alle Buttons der unteren Hälfte sind doppelt belegt und verfügen somit über zwei Funktionen, zwischen denen man mit Shift wechseln kann. Dadurch kann man zum Beispiel über die Buttons der Navigationsleiste ebenso die Tracks 1-8 selektieren. Alle Pads sind beleuchtet und ändern je nach Funktion ihre Farbe. Ähnlich wie das Launchpad von Novation verfügt auch der APC 20 über einen Note-Modus, über den man mit den Buttons der Matrix selber Noten einspielen kann. Zusätzlich stehen drei User-Modi zur Verfügung, worüber die Funktionen der Fader geändert werden können. Somit lassen sich bis zu 24 Parameter auf die Fader verteilen. Informationen gibt es unter www.akaipro.com/apc20
 
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